https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/gluecksspiel-111.html

Bislang verboten, künftig erlaubt

Damit der neue Staatsvertrag in Kraft treten kann, müssen mindestens 13 Landesparlamente zustimmen. Regierungsparteien aus dem Saarland und Sachsen-Anhalt hatten zuletzt öffentlich betont, dass sie dem bestehenden Entwurf nicht zustimmen möchten, da der Spielerschutz nicht ausreichend berücksichtigt worden sei. Auch in anderen Ländern gibt es Debatten um die Zustimmung.
Trotzdem beschlossen die Bundesländer, durch eine Übergangsregelung die Vorgaben des Staatsvertrags bereits vor einer möglichen Ratifizierung umzusetzen und damit die bislang verbotenen Casino-Spiele im Internet faktisch zu erlauben. Sie folgen damit Forderungen aus der Glücksspiel-Branche, die öffentlich kritisierte, dass die Behörden gegen Angebote vorgehen, die ohnehin bald lizenziert werden sollen. Auch mehrere Länder befürworteten das bereits frühzeitig, allen voran Hessen.